Beikostplan mit Mengenangabe: Monat für Monat bis zum 1. Geburtstag
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Beikostplan mit Mengenangabe: Monat für Monat bis zum 1. Geburtstag

Der Beikostplan mit Mengenangabe als Tabelle: vom Beikoststart bis 12 Monate mit Mahlzeiten, Konsistenz, Mengen in ml und g und Milchmahlzeiten, dazu ein Wochenplan zum Ausdrucken und Tipps zur Anpassung für BLW, Allergien und Zwillinge.

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Der Beikostplan mit Mengenangabe in Kürze: Die Beikost startet, sobald dein Baby die vier Reifezeichen zeigt, mit ein paar Löffeln Gemüse am Mittag. Im ersten Beikostmonat wächst daraus der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei mit etwa 200 g, im zweiten Monat kommt der Milch-Getreide-Brei am Abend dazu, im dritten der Getreide-Obst-Brei am Nachmittag. Muttermilch oder Pre-Nahrung bleiben daneben nach Bedarf, und gegen Ende des ersten Jahres geht der Brei in die Familienkost über. Unten findest du den Plan als Tabelle Monat für Monat, einen Wochenplan zum Ausdrucken und Hinweise, wie du ihn an BLW, Allergien oder Zwillinge anpasst.

Auf einen Blick: Der Beikostplan

  • Start: nach den Reifezeichen, nicht nach dem Kalender. Ein paar Löffel Gemüse, danach Milch wie gewohnt.
  • Drei Breie in drei Monaten: Mittagsbrei, etwa einen Monat später Abendbrei, wieder einen Monat später Nachmittagsbrei.
  • Zielportionen: Mittagsbrei etwa 200 g, Milch-Getreide-Brei etwa 240 g, Getreide-Obst-Brei etwa 215 g. Das Verhältnis der Zutaten bleibt, die Menge folgt dem Appetit.
  • Milch: jeder Brei ersetzt nach und nach eine Milchmahlzeit, Stillen oder Pre bleibt morgens und zur Nacht.
  • Wasser: ab dem dritten Brei aus dem Becher. Kein Zucker, kein Salz, kein Honig im ersten Jahr.

Bevor der Plan startet: die Reifezeichen

Kein Plan funktioniert, wenn das Baby noch nicht bereit ist. Deshalb beginnt der Beikostplan nicht mit einem Datum, sondern mit vier Beobachtungen: Dein Baby sitzt mit Unterstützung aufrecht und hält den Kopf stabil. Es greift nach Essen und führt Dinge selbst zum Mund. Es zeigt echtes Interesse an eurem Essen. Und der Zungenstoßreflex ist verschwunden, der Brei wird nicht mehr automatisch herausgeschoben. Das Netzwerk Gesund ins Leben nennt nur eine feste Untergrenze: Vor Beginn des fünften Lebensmonats sollte kein Baby Beikost bekommen, auch wenn es schon reif wirkt.

Bis dahin und auch danach bleibt Milch die Hauptnahrung. Die Beikost ergänzt Muttermilch oder Pre-Nahrung zunächst nur und ersetzt die Milchmahlzeiten erst Schritt für Schritt. Wie du die Reifezeichen sicher erkennst, liest du im Guide zu den Beikostreifezeichen, und den ersten Löffel begleitet unser Beikoststart-Guide.

Beikostplan mit Mengenangaben: Monat für Monat

Die Tabelle folgt dem Ernährungsplan für das erste Lebensjahr, wie ihn das Netzwerk Gesund ins Leben und kindergesundheit-info.de beschreiben. Die Monate zählen ab dem Beikoststart, nicht ab der Geburt, denn der Start ist bei jedem Baby ein anderer. Alle Mengen sind Zielportionen für Babys, die den jeweiligen Brei schon kennen. Am Anfang jeder Stufe sind es deutlich weniger.

Phase Mahlzeiten am Tag Konsistenz Mengen (Richtwerte) Milchmahlzeiten
Beikostmonat 1, Woche 1 bis 2 Mittags: reiner Gemüsebrei (Karotte, Pastinake, Kürbis oder Zucchini), sonst Milch fein püriert, eher dünn 2 bis 3 Teelöffel, in etwa einer Woche auf 100 g Gemüse steigern alle wie bisher, Milch direkt nach dem Brei
Beikostmonat 1, Woche 2 bis 4 Mittags: Gemüse-Kartoffel-Brei mit Öl, dann kommen Fleisch oder Fisch und Obstsaft dazu fein püriert 100 g Gemüse, 50 g Kartoffel, 30 g Fleisch oder Fisch, 1 EL Rapsöl, 1,5 EL Obstsaft oder Obstpüree, zusammen etwa 200 g am Ende des Monats ist die Milchmahlzeit am Mittag ersetzt
Beikostmonat 2 Mittagsbrei und neu: Milch-Getreide-Brei am Abend cremig, Obst püriert Abendbrei: 200 ml Milch, 20 g Getreideflocken, 2 EL Obst, etwa 240 g. Erste Tage nur 2 bis 5 Löffel zwei ersetzt (mittags, abends), Milch morgens, vormittags und nachts nach Bedarf
Beikostmonat 3 Mittagsbrei, Abendbrei und neu: Getreide-Obst-Brei am Nachmittag, dazu Wasser aus dem Becher cremig, Obst zerdrückt oder gerieben Nachmittagsbrei: 20 g Getreideflocken, 90 ml Wasser, 100 g Obst, 1 TL Rapsöl, etwa 215 g drei ersetzt, Milch morgens und zur Nacht bleibt
Beikostmonat 4 bis 5 (viele Babys sind dann 8 bis 10 Monate alt) drei Breie, dazu erstes Fingerfood wie weiche Gemüsesticks, Brotstücke oder Nudeln stückiger Brei, weiche Stücke zum Greifen volle Portionen nach Appetit, der von Tag zu Tag schwankt morgens und abends Milch, Stillen weiterhin nach Bedarf
Gegen Ende des 1. Lebensjahres (etwa 10 bis 12 Monate) Übergang zur Familienkost: Frühstück mit Brot oder Getreidebrei, Mittag- und Abendessen vom Familientisch, zwei kleine Zwischenmahlzeiten weich gegart und kleingeschnitten, Brei nur noch, wenn das Baby ihn mag nach Appetit, ohne Salz, Zucker und Honig Milch morgens und abends, Kuhmilch aus dem Becher zur Brotmahlzeit

Die Mengen stammen aus den Rezepten des Netzwerks Gesund ins Leben, das ausdrücklich ergänzt: Die Mengen variieren je nach Alter und Appetit, das Verhältnis bleibt. Dein Baby zeigt dir, wann es satt ist: Es schließt den Mund, dreht den Kopf weg oder spielt mit dem Löffel. Dann ist die Mahlzeit vorbei, ganz gleich, was in der Schüssel bleibt.

Die drei Breie im Detail

1. Mittagsbrei: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

100 g Gemüse wie Karotte oder Kürbis, 50 g Kartoffel, 30 g mageres Fleisch wie Rindfleisch, 1 EL Rapsöl und 1,5 EL Obstsaft oder Obstpüree. Der wichtigste Eisenlieferant des Tages. Ein- bis zweimal pro Woche ersetzt Fisch das Fleisch, die Kartoffel darf durch Nudeln, Reis oder anderes Getreide getauscht werden.

2. Abendbrei: Milch-Getreide-Brei

200 ml Muttermilch, Pre-Nahrung oder pasteurisierte Vollmilch, 20 g Vollkornflocken wie Haferflocken und 2 EL Obst. Kein Öl nötig. Kuhmilch gehört im ersten Jahr nur in diesen Brei, höchstens 200 ml am Tag. Alles zu Milch, Rezept und Menge im Abendbrei-Guide.

3. Nachmittagsbrei: Getreide-Obst-Brei

20 g Vollkornflocken, 90 ml Wasser, 100 g Obst wie Apfel oder Birne und 1 TL Rapsöl. Bewusst ohne Milch, damit das Eisen aus dem Getreide besser aufgenommen wird. Welche Sorten wann passen, steht im Getreidebrei-Guide.

Was neben den Breien gilt

Wasser braucht dein Baby erst, wenn der dritte Brei eingeführt ist, dann aus Becher oder Tasse. Wer ausschließlich selbst kocht, sollte laut kindergesundheit-info.de mit der Kinderarztpraxis über eine Jodergänzung von etwa 50 Mikrogramm am Tag sprechen. Die Vitamin-D-Prophylaxe läuft im ersten Jahr weiter.

Wie groß die Portionen in den einzelnen Monaten typischerweise sind, liest du in Wie viel Brei mit 7 Monaten?, und den Alltag mit zwei Breimahlzeiten und Fingerfood zeigt der Artikel Babybrei mit 8 Monaten.

Beikost-Wochenplan zum Ausdrucken

So kann eine Woche im dritten Beikostmonat aussehen, wenn alle drei Breie eingeführt sind. Die Uhrzeiten sind Beispiele, die Gemüse- und Obstsorten wechseln mit der Saison. Zum Ausdrucken einfach die Seite drucken, die Tabelle passt auf ein Blatt.

Mahlzeit Mo Di Mi Do Fr Sa So
Morgens, ca. 7 Uhr Milch Milch Milch Milch Milch Milch Milch
Mittags, ca. 12 Uhr Karotte, Kartoffel, Rind Kürbis, Kartoffel, Pute Pastinake, Kartoffel, Lachs Zucchini, Nudeln, Rind Brokkoli, Kartoffel, Hähnchen Süßkartoffel, Fenchel, Rind Karotte, Kartoffel, Haferflocken (vegetarisch)
Nachmittags, ca. 15 Uhr Hafer, Apfel Hirse, Birne Dinkel, Pfirsich Hafer, Banane Grieß, Aprikose Hirse, Apfel Hafer, Birne
Abends, ca. 18 Uhr Hafer-Milchbrei, Apfel Grießbrei, Birne Hirse-Milchbrei, Apfel Dinkel-Milchbrei, Banane Hafer-Milchbrei, Pfirsich Grießbrei, Apfel Hafer-Milchbrei, Birne
Zur Nacht Milch nach Bedarf Milch nach Bedarf Milch nach Bedarf Milch nach Bedarf Milch nach Bedarf Milch nach Bedarf Milch nach Bedarf

Mittags immer mit 1 EL Rapsöl und 1,5 EL Obstsaft, nachmittags mit 1 TL Rapsöl, abends ohne Öl. Zu den Breimahlzeiten Wasser aus dem Becher anbieten. Im zweiten Beikostmonat streichst du die Nachmittagszeile und gibst dort Milch, im ersten Monat gibt es nur den Mittagsbrei.

Dein Beikostplan, automatisch auf dein Baby abgestimmt

Die Beikost-App baut aus diesem Plan einen persönlichen Tagesplan: Sie kennt Alter und Beikostfortschritt deines Babys, schlägt den nächsten Schritt vor, liefert Rezepte mit passenden Mengen für Brei oder BLW und schreibt die Einkaufsliste gleich mit.

So passt du den Beikostplan an

Baby-led Weaning (BLW) und Fingerfood

Bei BLW ergeben sich keine Grammzahlen, aber die Bausteine bleiben dieselben: weich gegartes Gemüse, Kartoffel oder Getreide, eine Eisenquelle wie zartes Fleisch, Fisch oder Hülsenfrüchte, etwas Öl und Obst. Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt, sich weiter am bewährten Breiplan zu orientieren und Fingerfood zusätzlich anzubieten, weil der Brei die Nährstoffversorgung nachweislich sichert. In der Praxis mischen viele Familien: Brei für die Eisenmahlzeit am Mittag, Stücke zum Erkunden am Familientisch. Milch bleibt bei BLW oft länger die Hauptquelle, das ist in Ordnung, solange dein Baby gut gedeiht. Mehr dazu im BLW-Guide und im Vergleich BLW oder Brei?.

Allergierisiko in der Familie

Der Plan ändert sich nicht. Das Netzwerk Gesund ins Leben stellt klar, dass es nicht vor Allergien schützt, vermeintlich allergieauslösende Lebensmittel zu meiden oder später einzuführen, und dass auch Babys mit Allergien bei Eltern oder Geschwistern nach demselben Plan ernährt werden. Sinnvoll ist, neue Lebensmittel einzeln und in kleinen Mengen einzuführen, damit du eine Reaktion zuordnen kannst, und die Allergene dann regelmäßig anzubieten. kindergesundheit-info.de rät, mit der Beikost regelmäßig gut durcherhitztes Hühnerei zu geben, und bei Babys mit ausgeprägtem Ekzem die Erdnusseinführung ärztlich zu besprechen. Bei Hautausschlag, Erbrechen oder Atemproblemen nach dem Essen gilt: Kinderarztpraxis anrufen. Eine Übersicht findest du bei den Top 10 Allergenen für Babys.

Zwillinge und Frühgeborene

Zwillinge sind zwei Babys mit zwei Tempi. Beobachte die Reifezeichen bei jedem Kind einzeln und starte nicht beide am selben Tag, nur weil es praktisch wäre. Am Tisch bekommt jedes Kind seinen eigenen Löffel und seine eigene Schüssel, dann sind die Portionen nachvollziehbar und Infekte wandern nicht hin und her. Vorkochen und portionsweise einfrieren spart bei doppelter Menge viel Zeit, siehe Babybrei einfrieren. Bei Frühgeborenen zählt das korrigierte Alter zusammen mit den Reifezeichen, und der Start wird mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt abgestimmt.

Vegetarisch, Stillen oder Pre, Gläschen

  • Vegetarisch: Das Fleisch im Mittagsbrei wird durch 10 g Vollkorn-Hafer- oder Hirseflocken plus Vitamin-C-reiches Obst oder Saft ersetzt. Von veganer Säuglingsernährung raten die Fachgesellschaften ab; wer es dennoch möchte, braucht Supplemente und enge ärztliche Begleitung.
  • Stillen oder Pre: Der Plan ist für beide identisch. Gestillt wird weiter, so lange Mutter und Kind das möchten, und Pre-Nahrung bleibt das ganze erste Jahr die passende Flaschenmilch.
  • Gläschen und Fertigbrei: gleichwertig, wenn die Zutaten denen zum Selbstkochen entsprechen. Ohne Salz, Zucker, Gewürze oder Fleischbrühe, Milchbrei-Pulver mit Wasser angerührt.

Was die Beikost-App aus dem Plan macht

Ein Plan auf Papier kennt dein Baby nicht. Die Beikost-App schon: Du trägst Geburtsdatum, Beikoststart und die Mahlzeiten ein, die dein Baby bereits kennt, und bekommst daraus einen Tagesplan, der genau an eurer Stelle im Plan steht. Sie sagt dir, wann der nächste Brei dran ist, rechnet die Mengen für die aktuelle Phase aus, liefert passende Rezepte für Brei oder BLW und schreibt die Einkaufsliste. In der Lebensmittel-Datenbank siehst du für jede Zutat das passende Alter, den Allergen-Status, das Erstickungsrisiko und die sichere Zubereitung, und der Allergen-Tracker merkt sich, was dein Baby schon vertragen hat.

Häufige Fragen zum Beikostplan

Wie viel Milch braucht mein Baby neben der Beikost?

So viel, wie es möchte. Jeder eingeführte Brei ersetzt eine Milchmahlzeit, die übrigen bleiben nach Bedarf. Solange eine Breiportion noch klein ist, folgt direkt danach Milch. Feste Milliliter-Vorgaben braucht es nicht, das Gedeihen deines Babys ist der Maßstab.

Muss mein Baby die angegebenen Mengen schaffen?

Nein. Die Mengen sind Zielportionen, kein Soll. Das Netzwerk Gesund ins Leben betont, dass die Mengen mit Alter und Appetit variieren und nur das Verhältnis der Zutaten bleibt. Kinder werden niemals zum Aufessen gedrängt.

Ab wann bekommt mein Baby Wasser?

Sobald der dritte Brei eingeführt ist, also im dritten Beikostmonat. Vorher deckt die Milch den Flüssigkeitsbedarf. Wasser gibt es aus dem Becher oder der Tasse, nicht aus der Nuckelflasche.

Darf ich die Reihenfolge der Breie ändern?

Ja. Der Mittagsbrei kommt wegen des Eisens zuerst, danach ist es laut Netzwerk Gesund ins Leben unerheblich, ob der Milch-Getreide-Brei oder der Getreide-Obst-Brei als Zweites folgt. Sind alle drei eingeführt, darfst du sie frei über den Tag verteilen.

Wann beginnt die Familienkost?

Gegen Ende des ersten Lebensjahres löst die Familienkost die Breiphase nach und nach ab. Weich gegart, klein geschnitten und ohne Salz, Zucker und Honig darf dein Baby dann vom Familientisch mitessen. Wie der Übergang gelingt, liest du in Vom Brei zur festen Nahrung.

Was, wenn mein Baby einen Brei verweigert?

Dann bleibt der Plan einfach einen Schritt länger stehen. Biete den Brei ohne Druck weiter an, probiere eine andere Konsistenz oder Sorte und versuche es zu einer Uhrzeit, zu der dein Baby ausgeruht ist. Ablehnung ist normal und geht meist nach einigen Tagen vorbei.

Fazit: Ein Plan als Orientierung, nicht als Vorschrift

  • Reifezeichen entscheiden über den Start, nicht das Alter
  • Drei Breie in drei Monaten: Mittag, Abend, Nachmittag
  • Mengen sind Zielportionen, das Verhältnis bleibt, der Appetit entscheidet
  • Milch bleibt daneben nach Bedarf, Wasser ab dem dritten Brei
  • BLW, Allergierisiko oder Zwillinge ändern die Bausteine nicht, nur das Tempo

Nimm den Plan als Landkarte: Er zeigt die Richtung, das Tempo bestimmt dein Baby.

Quellen & wissenschaftliche Empfehlungen

Haftungsausschluss: Diese Informationen dienen ausschließlich zu Bildungszwecken und ersetzen nicht die professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung.

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